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Betrachtet
man die alt-aegyptische Kultur, erscheint sie uns erst mal
vollkommen fremd.
Betrachtet man die
Pyramiden, weiss man, dass sie uns bezüglich Genialität sogar
irgendwie voraus waren. Man versuche sich vorzustellen, was sie
erstellt hätten, wenn sie unsere technischen Mittel gehabt hätten.
Architektonische Meisterleistungen haben sie einige vollbracht.
Nebst den Pyramiden, ist der Tempel von Hatschepsut ein wunderbares
Beispiel.
Betrachtet man die
einfachen Werkzeuge, mit denen sie das fertig gebracht haben, muss
man sie einfach dafür bewundern. Den grössten aller Architekten,
Imhotep, verehrten sie selbst wie einen Halbgott.
Betrachtet man die
Lebensweise der Aegypter zu Lebzeiten der Pharaonen etwas näher,
stellt man aber fest, dass sie gar nicht so anders wie wir gelebt
haben.
So zeigt es sich, dass
sich ihre Häuser kaum von denen unterschieden, die es heute noch in
vielen Gegenden in Aegypten gibt.
Auch sie mussten ihr
Einkommen versteuern. Allerdings nicht mit Geld, sondern in Form von
Getreide, Wein, Kupfer, etc.
Natürlich gab es auch
Aerzte. Sie waren sogar weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Es gibt Hinweise auf allerlei Operationen darunter auch
Hirnoperationen.
Die früheste je
gefundene Prothese (ca. 1000 v. Chr.) war eine Zehenprothese,
gefertigt aus Holz und Leder und gehörte einer ca. 50 - 60 jährigen
Aegypterin.
Schwangerschaftsverhütung wurde oft angewandt. Es gab auch schon
Kondome aus Gedärmen von Tieren. Natürlich fehlten auch die
Schwangerschaftstests nicht. Um eine Schwangerschaft festzustellen
wurde täglich Urin über Getreidesamen gegossen. Wuchsen diese
schneller als normal, wusste man, dass eine Schwangerschaft bestand.
Ein grosses Augenmerk
wurde auf die Körperpflege gerichtet. Die Haare wurden abrasiert,
die Augen geschminkt, sowie Parfums und Duftkegel verwendet.
Auch Spiele wurden
gern und oft gespielt. Ihre Würfel und Spielfiguren sahen kaum
anders aus, als unsere.
Es ist erstaunlich,
dass sie auch Kommoden mit Schubladen hatten. In den letzten 3000 -
4000 Jahren haben wir daran nichts grossartiges verändert.
Auch faltbare Betten,
z.B. dasjenige von Tut Anch Amun, gab es damals schon.
Ihrem Götter- und
Toten-Kult verdanken wir es, dass wir heute so viel über sie wissen.
Ihre Pharaonen, die
wie Götter verehrt wurden, liessen sich bereits zu Lebzeiten eine
Grabstätte bauen. Nach ihrem Tod wurden die Grabstätten mit
unglaublichem Reichtum gefüllt um ihnen auch im Totenreich ein
wunderbares Leben garantieren zu können. Leider wurden sehr viele
von diesen Gräbern schon zu sehr früher Zeit geplündert. Dennoch
geben die gefundenen Gegenstände, Inschriften und Wandmalereien
einen wunderbaren Einblick in die längst vergangene Kultur.
Einige der
berühmtesten Pharaonen und Königinnen wie Tut Anch Amun,
Hatschepsut, Nofretete und Cleopatra habe ich portraitiert. Viel
Spass beim Lesen.
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